Fanszene Hessen

Elmar im Oktober 2006

Die Fanszene der Eintracht ist stark durch die Ultras geprägt. Die Ultras Frankfurt sind eine der größten, ältesten und aktivsten Gruppen der deutschen Ultraszene. Ihr Standort sind die Stehplätze hinter dem Tor in der Nordwest-Kurve. Sie sorgen durch aufwendige Choreographien, laute und abwechslungsreiche Gesänge für einen guten Support im Frankfurter Stadion und auch Auswärts, wo sie stets zahlreich vertreten sind.

Die Ultras in Frankfurt sind aber auch in der Lage Ihren Protest gegen ihrer Meinung nach überzogene Polizeiaktionen, die ausufernde Kommerzialisierung und andere die Fans betreffende Vorgänge nachhaltig auszudrücken.

Die soliden Verbindungen zwischen Ultras und traditionellen Fanclubs sind bemerkenswert. Der Eintracht Fanszene steht mit dem Fanhaus Louisa des Frankfurter Fanprojektes ein eigener Treffpunkt zur Verfügung. Sie genießt einen antirassistischen Ruf. Vor allem durch die Ultras hat sie eine der klarsten Abgrenzungen gegenüber Rechts in Ihrer Szene im gesamtdeutschen Vergleich. Die gesamte Szene leidet allerdings unter einer großen Anzahl an Stadionverboten.

Nur wenige Kilometer von Frankfurt entfernt spielt Kickers Offenbach, derzeit in der zweiten Liga. Diese Szene ist wie bereits erwähnt sehr viel familiärer strukturiert und das Einzugsgebiet ist erheblich kleiner. Ultras spielen hier keine Rolle, die Szene ist sehr traditionell im Stil, mit vielen Fanclubs (etwa 60) und hier ist die Fankutte der 70er und 80er Jahre noch nicht verschwunden. Der Standort des Fanblocks ist auf der Gegengeraden, die aus überdachten Stehplätzen besteht.

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